Hauptübung und Hauptversammlung 2011

Hauptübung 2011 :


Am vergangenen Samstag, 26.11.2011 hat die Feuerwehr Rißtissen bei der Hauptübung erneut Ihre Einsatzstärke unter Beweis gestellt.
Dieses Jahr fanden die beiden Übungsteile beim Gemeindeschuppen und am Containerplatz statt.
Erstmalig konnten die Besucher live im Feuerwehrgerätehaus erleben wie eine stille Alarmierung über Funkmeldeempfänger abläuft
und wie die Feuerwehrleute sich in kürzester Zeit einsatzfertig ausrüsten.
Über Lautsprecherdurchsagen wurden die einzelnen Schritte von der Alarmierung bis zum Ausrücken
mit Blaulicht und Martinshorn des Löschfahrzeuges und des Mannschaftstransportwagens samt Schlauchanhänger anschaulich erklärt.

Im ersten Teil der Übung wurde eine Personenrettung aus einem stark verrauchten Gebäudeteil des Gemeindeschuppens gezeigt,
sowie der Aufbau eines Löschangriffes mit Riegelstellung.
Der erste Angriffstrupp, ausgestattet mit Atemschutzgeräten, drang über den Eingang mit einer C-Schlauchleitung
in den verrauchten Gebäudetrakt vor. Es wurden zwei vermisste Personen angenommen die es galt zu retten.
Der Kunstrauch wurde mit der neuen Nebelmaschine realitätsgetreu erzeugt.
Nachdem die erste Person vom Angriffstrupp schnell aus dem Gebäude gerettet wurde,
stieß der Sicherungstrupp zur Rettung der zweiten Person in das Obergeschoß vor und rettete diese über das Treppenhaus ins Freie.
Unten sind die Verletzten zur Betreuung von Kameraden entgegengenommen worden.
Weiterhin galt es eine Gasflasche aus dem Gefahrenbereich zu bringen.
Zeitgleich wurde der Löschangriff mit der Wasserentnahme aus dem Hydrant aufgebaut.
Der nötige Wasserdruck wurde mit dem Löschfahrzeug generiert.
Mit mehreren Rohren wurde die Brandbekämpfung eingeleitet und eine Riegelstellung zum Schutz des Nachbargebäudes aufgebaut.
Eine Gasflasche wurde aus dem Gefahrenbereich gebracht.
Den Zuschauern wurde eindrücklich gezeigt wann ein Rauchmelder auslöst und wie
lebensrettend so ein Kleingerät in jeder Wohnung sein kann.

Im zweiten Teil der Übung wurde ein Verkehrsunfall simuliert.
Ein PKW ist auf einen liegengebliebenen Traktor samt Bodenbearbeitungsgerät.
Das demolierte Fahrzeug hat sich unter dem Anbaugerät eingeklemmt.
Freiwillige Zuschauer durften sich als PKW-Passagiere und Fahrer melden und hatten so die Möglichkeit
hautnah mitzuerleben wie eine Personenrettung aus einem verunfallten Fahrzeug abläuft.
Auch hier wurde den vielen Zuschauern die zur Hauptübung gekommen sind Schritt für Schritt erklärt wie der Einsatzverlauf vonstatten geht.
Die Zuschauer lernten wie eine Unfallstelle abgesichert wird, wie man ein Fahrzeug standsicher unterbaut
und wie das Hydraulikaggregat an das Notstromaggregat angeschlossen und in Betrieb genommen wird.
Die leichter verletzte Beifahrerin konnte über die Tür schnell gerettet und mit Erste Hilfe Maßnahmen versorgt werden.
Der schwerverletzte Fahrer war im Fahrzeug eingeklemmt und musste mit hydraulischem Rettungsgerät aus dem Fahrzeugwrak gerettet werden.
Um den verletzten Fahrer möglichst schonend aus dem Auto zu befreien wurde das Dach entfernt .
Hierbei ist die Rettungsschere und der Spreizer zum Einsatz gekommen.
Daß das einen gewissen Zeitaufwand bedarf wurde hier deutlich.
Umso wichtiger ist es währenddessen in ständigem Kontakt mit der Person zu sein und diese entsprechend im Fahrzeug erstzuversorgen.
Mit dem neu angeschafften Spineboard hob man den Fahrer vorsichtig nach hinten aus dem Fahrzeug.



Hauptversammlung 2011:


Am Abend nach der Hauptübung fand unsere Hauptversammlung statt.
Das Jahr 2011 war für die Feuerwehr Rißtissen mit 9 Einsätzen ein sehr einsatzreiches Jahr.
Bei den 2 Großbränden, dem Riß-Hochwasser und mehreren technischen Hilfeleistungen kamen so 884 Einsatzstunden zusammen.

Zum Feuerwehrmann befördert wurden: Felix Hensinger, Michael Schwertfeger und Martin Völk.
Aus der Jugendfeuerwehr zum aktiven Dienst verpflichtet wurden Michael Romer und Dominik Osswald.
Das silberne Ehrenzeichen für 25 jährige Feuerwehrtätigkeit wurde Theo Völk und Xaver Stumpp verliehen.
Für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst sind die Kameraden
Julius Christ und Karl Gaißmaier mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold ausgezeichnet worden.

Die eifrigsten Probenbesucher erhielten ein Präsent. Die 16 Übungen waren gut besucht. Zusätzlich kamen mehrere Sonderübungen hinzu.

Die Feuerwehr besteht aktuell aus 40 Mitgliedern. Der Jugendfeuerwehr gehören zur Zeit 16 Jugendliche an.


Oberbrandmeister Karl Gaißmaier wurde nach 40 Jahren vom aktiven Feuerwehrdienst verabschiedet.
Er war 3 Jahre lang stellv. Kommandant und führte die Feuerwehr 26 Jahre lang als 1. Kommandant an.
Zahlreiche Verdienste gehen auf sein Konto. Darunter zählen die Anschaffung des ersten motorisierten Staffellöschfahrzeuges (TSF8),
der Neubau des Gerätehauses, die Mitbegründung der Jugendfeuerwehr, der Kauf eines Mannschaftstransportwagens (MTW)
und die Anschaffung eines wasserführenden Löschgruppenfahzeuges (LF8/6).

Für seinen unermüdlichen Einsatz, seine Verdienste rund um die Feuerwehr Rißtissen und für seine
ausgezeichnete Kameradschaft möchten wir hier nochmals einen ganz herzliches Dankeschön aussprechen.